Interessant war die öffentliche Gemeindevertretersitzung am 09. November 2017 in Walluf. Der Akteneinsichtsausschuss zur Umgestaltung des Rheinufers hat seinen Abschlussbericht vorgelegt. Was bleibt zu sagen? Die Bauabschnitte I (Weinfass), II + III (Renaturierung der Walluf und öffentliches WC) werden 1,1 Millionen € kosten. Die Maßnahmen sind im Gange und es ist müßig, sich darüber aufzuregen, ob das alles hätte so teuer werden müssen. Festzuhalten bleibt, dass extreme Abweichungen der Kosten zwischen Entwurfsplanung und Ausführungsplanung entstanden sind. Über diese Kostenexplosion wurde die Gemeindevertretung nicht rechtzeitig informiert.
Des Weiteren wurde deutlich die Aktenführung kritisiert. Diese wurden nicht sauber und chronologisch gepflegt. Der Ausschuss konnte nicht immer die Maßnahmen laut Aktenlage des Gemeindevorstandes nachvollziehen. Es existierte keine Vertragskopie mit dem Architekturbüro Bierbaum Aichele, daher war auch deren Honorarabrechnung größtenteils nicht schlüssig und nachvollziehbar. Eine einzige Aktennotiz war Gegenstand der vorgelegten drei Aktenordner über einen Ortstermin, dafür waren gleiche Schriftstücke gleich mehrfach abgelegt. Anhänge von diversen Mails waren nicht in den Akten vorhanden, ebenso keine Projektterminplanungsübersicht. Ok, es ist ein großes Projekt. Aber auch hier gilt "Gründlichkeit vor Schnelligkeit".
Leider konnte die CDU sich nicht durchsetzen, den weiteren Ausbau des Rheinufers erstmal ruhen zu lassen, bis die jetzigen Baumaßnahmen fertiggestellt und getestet sind. Die SPD hat durch ihre absolute Mehrheit in Walluf die Weiterführung der Rheinufergestaltung in Walluf beschlossen. Wir hätten erstmal gerne gesehen, wie der neue Abschnitt von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. Muss vielleicht nochmal nachgebessert werden? Nein, die SPD baut munter weiter.... Was kostet die Welt...

« „Mitglieder- und Mitstreiterwerbung kann nur oberstes Ziel sein“ Alexander Hennrich in den Kreistag nachgerückt »